Ein Forschungsteam hat ein Erhebungsinstrument vorgelegt, das nicht die Einstellung zu künstlicher Intelligenz abfragt, sondern das Wissen darüber. Es bündelt Skalen aus mehreren bestehenden Ansätzen und deckt drei Bereiche zugleich ab: technische Begriffe, praktische Anwendung und ethische Fragen. Genau daran habe es bisher gefehlt, halten die Autorinnen und Autoren fest – Modelle für KI-Kompetenz gebe es viele, Werkzeuge zur Prüfung mehrerer Wissensformen kaum.
Erprobt wurde der Bogen im Hochschulbereich. Er habe sich dort als brauchbares Diagnosemittel erwiesen und verbreitete Fehlvorstellungen sichtbar gemacht. Insgesamt schnitten die Befragten gut ab, mit einer Ausnahme: Wie KI-Systeme und besonders generative Modelle arbeiten, wurde vielfach missverstanden. Ebenso fehlte es an Wissen auf höherer Ebene.
Das Instrument ist öffentlich zugänglich und zur Weiterverwendung gedacht. Die Autorenschaft sieht darin die Grundlage für gezielten Unterricht: Wer weiss, wo die Lücke sitzt, kann sie schliessen. Ob sich der Befund auf jüngere Jahrgänge übertragen lässt, sagt die Untersuchung nicht – sie hat Studierende befragt, keine Schulklassen.
Für die Region
Wer an einer Schule, in einem Verein oder in einem kleinen Betrieb eine KI-Schulung plant, kann mit einem solchen Bogen zuerst messen, was die Teilnehmenden tatsächlich wissen, statt beim Nullpunkt oder bei einer Vermutung zu beginnen.