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Goldbacher Bote

Schule und Unterricht

Das passende Dialogformat hängt vom Lernenden ab

Symbolbild · Grafik: Daisy Dietrich

Eine Untersuchung hat drei Formen von Dialoglektionen verglichen: das Gespräch zwischen Lehrperson und Lernendem, jenes zwischen zwei Lernenden und jenes zwischen zwei Lehrpersonen. Die Dialoge stammten aus einem Sprachmodell und wurden von einer Sprachsynthese vorgelesen. Gehört haben sie 222 Jugendliche im ersten Jahr einer weiterführenden Schule; gemessen wurde wiederholt an denselben Personen.

Für die Motivation fand die Arbeit einen statistisch bedeutsamen Zusammenhang zwischen Lerntyp und Format. Bei Jugendlichen, die stark über konkrete Erfahrung lernen, wirkte der Dialog zweier Lehrpersonen motivierender als das Gespräch zwischen Lehrperson und Lernendem. Bei jenen, die eher über Beobachtung, Abstraktion und eigenes Ausprobieren lernen, fiel dieser Vorteil im Lehrer-Lehrer-Format schwächer aus. Auch die Neigung zum kritischen Denken wurde als Merkmal einbezogen.

Beim Lernerfolg zeigte sich derselbe Zusammenhang nur andeutungsweise – die Wechselwirkungen blieben knapp unterhalb der statistischen Schwelle. In der Gesamtbewertung kippte das Bild sogar: Das Format mit zwei Lehrpersonen wurde schlechter beurteilt als jenes mit Lehrperson und Lernendem, obwohl es die Motivation stützte. Die Arbeit ordnet ihre Ergebnisse selbst als vorläufig ein, weil die gefundenen Effekte klein bis mittel ausfallen.

Für die Region

Wer an einer Schule hier vorgelesene Lehrdialoge einsetzt, sollte nicht ein Format für alle wählen – und damit rechnen, dass ein Format motivieren kann und trotzdem schlechter bewertet wird.

Erschienen in der Ausgabe vom Montag, 24. August 2026.