Wie viel Strom die Werbe- und Nachverfolgungstechnik im Netz braucht, ist eine Frage, die mit dem wachsenden CO2-Fussabdruck der Informationstechnik lauter wird. Eine Übersichtsarbeit aus dem Bereich Computer und Gesellschaft hat deshalb nicht den Verbrauch selbst untersucht, sondern die Verfahren, mit denen er gemessen wird.
Gesucht wurde über einen Suchdienst für wissenschaftliche Literatur, und zwar anhand der Titel. 46 Arbeiten kamen so in den ersten Stapel, 15 blieben am Ende übrig. Aus ihnen lassen sich fünf Vorgehensweisen unterscheiden: Werbeblocker einsetzen, in einer kontrollierten Umgebung messen, Anzeigen erneut abspielen, den Datenverkehr auswerten oder aus vorhandener Literatur schätzen. Die Arbeit hält fest, dass die Forschung dazu über die Fachgebiete verstreut ist und nicht einmal dieselben Begriffe verwendet.
Ein Verbrauchswert ist nicht das Ergebnis dieser Arbeit, und das ist der Befund: Solange fünf Verfahren nebeneinander stehen und die Begriffe auseinandergehen, sind Angaben zum Energiebedarf der Werbetechnik untereinander nicht vergleichbar. Die Übersicht versteht sich als Grundlage für eine umfassendere Umweltrechnung dieses Bereichs – vorgelegt ist diese Rechnung damit nicht.
Für die Region
Wer hier für eine Schule, einen Verein oder einen Betrieb die eigene Website umweltverträglicher machen will, findet dafür bislang kein einheitliches Mass – Verbrauchszahlen, die mit Werbe- und Nachverfolgungstechnik argumentieren, sind entsprechend zurückhaltend zu lesen.