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Goldbacher Bote

Schattenseiten

Wenn der Bildschirm Werbung mitbringt

Symbolbild · Grafik: Daisy Dietrich

Bei vernetzten Fernsehern sind Werbung und Datenerfassung so verbreitet, dass ein gängiger Ratschlag lautet, für den Bildschirm auf einen Computermonitor auszuweichen. Dieser Rat trägt nicht mehr weit. Monitore hätten in den vergangenen Jahren zunehmend die Fähigkeit erhalten, selbst Werbung auszuspielen und Nutzende zu erfassen, hält ein Bericht des Fachdiensts Ars Technica fest.

Einen Fall nennt er konkret. Nach einer jüngeren Meldung haben einzelne Monitore von LG auf angeschlossenen Rechnern Werbefenster von McAfee eingerichtet. Der Weg dahin führte über eine Anwendung mit dem Namen LG Monitor App Installer, die seit mindestens 2024 im Gewand einer Treiberaktualisierung über Windows Update auf die Rechner kam. Der Hersteller habe dadurch an Vertrauen eingebüsst, hält der Bericht fest.

Der Rest ist Bewertung, und der Bericht kennzeichnet sie als solche: Solange die Anbieter keine verständlichen Datenschutzerklärungen liefern und auf unpassende Werbung verzichten, rückten Monitore in bedenkliche Nähe zum vernetzten Fernseher. Wie viele Geräte betroffen sind und um welche Modelle es geht, steht nicht dabei.

Für die Region

Wer für ein Schulzimmer, ein Vereinslokal oder ein Büro Bildschirme beschafft, kauft nicht mehr zwangsläufig ein stummes Gerät – die Frage nach mitgelieferter Software gehört in die Offerte.

Urteil Mitgeliefert.

Erschienen in der Ausgabe vom Dienstag, 25. August 2026.