Der chinesische Onlinehändler AliExpress schickt Töne an die Browser seiner Besucher, die für Menschen nicht hörbar sind, und wertet aus, was der Browser damit tut. Daraus entsteht ein Erkennungsmerkmal des Browsers. Es ist eines von mehreren, und der Fachdienst Ars Technica ordnet dieses als veraltetes Verfahren ein.
Der Forscher Matthew Callaghan stiess nach eigener Darstellung zufällig darauf. Seine Kopfhörer nehmen Verbindungen von mehreren Geräten gleichzeitig an; er hatte sie so eingestellt, dass das Handy stumm bleibt, sobald der Rechner Ton ausgibt. Jedes Mal, wenn er die Startseite des Händlers aufrief, verstummte das Handy – schloss er den Tab, war es wieder zu hören.
Bei der Suche nach der Ursache fand er zwei stark verschleierte Skripte. Sie erzeugen gemeinsam eine Auswertung der Audio-Messwerte jedes aufrufenden Browsers und arbeiten dabei mit Sägezahnwellen, wie sie in digitaler Tonausgabe üblich sind.
Für die Region
Wer für einen Verein oder einen Betrieb eine Website betreibt, sollte wissen, welche fremden Skripte sie mitlädt – und wer online einkauft, hinterlässt eine Spur, die weder Anmeldung noch Klick verlangt.