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Schattenseiten

Wer Arbeit an die Maschine abgibt

Symbolbild · Grafik: Daisy Dietrich

Bisherige Einschätzungen messen, wie viel von einem Beruf eine Maschine übernehmen könnte. Eine neue Untersuchung misst etwas anderes: was Berufstätige ihr tatsächlich fest übertragen haben, indem sie es in einen Arbeitsablauf eingebaut haben. Grundlage sind rund 53000 Beschreibungen solcher Abläufe vom Marktplatz Manus Skills, abgeglichen mit rund 18000 Tätigkeitsbeschreibungen aus dem Berufsverzeichnis O*NET und verdichtet zu einer Kennzahl je Beruf.

Drei Befunde nennt die Untersuchung. Die Berufe, in denen sich die Übergabe häuft, sind nicht jene, die ältere Einschätzungen als besonders gefährdet geführt hatten. Die Kennzahl bildet eher ab, was möglich wäre, als was heute genutzt wird. Und sie erreicht ihren Höchstwert nicht zuoberst: Sie liegt unterhalb der Spitze der Lohnverteilung und beim ersten Hochschulabschluss und fällt an beiden Rändern ab.

Den grössten Teil dieser Unterschiede führt die Untersuchung darauf zurück, was technisch verfügbar ist. Nicht erklären lässt sich damit der Rückstand der am besten ausgebildeten Berufe. Zwei Deutungen stellt sie nebeneinander: Arbeit, die sich schlecht im Voraus beschreiben lässt – oder Berufsleute, die selbst bestimmen, wie rasch ihre Arbeit in Regeln gefasst wird. Welche zutrifft, sagt sie nicht; das bräuchte wiederholte Messungen über die Zeit.

Für die Region

Für ein KMU hier heisst das, dass sich weniger an der Branche entscheidet, ob eine Aufgabe abgegeben werden kann, als daran, ob man sie vorher aufschreiben kann.

Urteil Ungeklärt.

Erschienen in der Ausgabe vom Montag, 24. August 2026.