Das neueste Pro-Modell von DeepSeek war zunächst nur über die Programmierschnittstelle zu haben. Eine eigene Ankündigungsseite gab es dazu nicht; wer darauf verweisen wollte, musste den Umweg über einen Vermittlungsdienst nehmen. Ob die Gewichte später offenliegen würden, war offen – bei den beiden Modellen vom April und vom Juli war es so gekommen. Inzwischen sind sie veröffentlicht: 1,7 Billionen Parameter, 893 Gigabyte.
Die Zahlen zum Leistungsvergleich nahmen einen anderen Weg. Sie gingen zuerst an eine offizielle Chatgruppe des Anbieters, wurden von dort in ein Forum kopiert, dort von der Moderation als zu wenig gehaltvoll gelöscht und landeten schliesslich als Tabelle auf einer Nachrichtenseite für Entwickler. Belegt ist damit nichts – nachlesen lässt sich nur, was jemand weitergereicht hat.
Eine Beobachtung am Rand: Bei einem Zeichentest fielen die Ergebnisse der drei Denkstufen des Modells deutlich unterschiedlich aus. Ein Verhalten, das dem Tester nach eigener Angabe bei anderen Modellen nicht aufgefallen ist. Das ist eine Einzelbeobachtung, keine Messung.
Für die Region
Für eine Schulleitung oder ein KMU hier heisst «offene Gewichte» in dieser Grössenklasse nicht «auf dem eigenen Rechner»: Prüfen lässt sich das Modell, betreiben im Haus vorerst nicht.
