Zwischen 2000 und 2025 hat sich verschoben, aus welchen Ländern die Forschung zur künstlichen Intelligenz kommt. Eine Untersuchung wertet dazu die Publikationsanteile der grossen Akteure aus. Die USA und die EU27 kamen im Jahr 2000 zusammen auf über 57 Prozent aller KI-Publikationen, 2025 sind es weniger als 25 Prozent. China stieg im selben Zeitraum von unter 5 auf knapp 36 Prozent und ist damit der grösste einzelne Beitragende.
Auch Indien hat nach der Untersuchung deutlich zugelegt. Die Arbeit stützt sich auf die OpenAlex-Datensätze und zählt fraktionell: Eine Publikation mit Beteiligten aus mehreren Ländern wird aufgeteilt, statt jedem Land ganz zugerechnet zu werden.
Neben der Menge hat die Untersuchung den Anteil der hoch zitierten Arbeiten mit der Gesamtproduktion verglichen. Dabei führt China zuletzt nicht nur beim Volumen, sondern auch bei den viel beachteten Arbeiten. Die Autorenschaft liest das als Hinweis darauf, dass sich damit die künftige Richtung von Entwicklung und Normsetzung mitbestimmen lässt – eine Einordnung, keine Messung.
Was diese Anteile nicht belegen: welche Werkzeuge am Ende auf einem Schreibtisch stehen. Eine Publikation ist ein Text, kein Produkt, und der Auszug sagt nichts darüber, wie viele Arbeiten insgesamt gezählt wurden oder welche Fachgebiete als KI-Forschung gelten.
Für die Region
Für eine Schule, einen Verein oder ein KMU hier ändert die Herkunft einer Publikation nichts am Werkzeug auf dem Tisch – sie sagt aber, aus welcher Richtung die Vorschläge für kommende Normen zu erwarten sind.