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Goldbacher Bote

Kosten und Beschaffung

US-Behörde will personalisierte Preise begrenzen

Symbolbild · Grafik: Daisy Dietrich

Die amerikanische Handelsbehörde FTC prüft Grenzen für personalisierte Preise. Gemeint ist damit die Praxis, aus den persönlichen Daten einer Kundin abzuleiten, welchen Preis sie am ehesten noch zu zahlen bereit wäre, und ihn ihr dann zu stellen. Die Befugnis zu einem Verbot hat die Behörde nicht; sie geht aber davon aus, dass sie die Praxis begrenzen kann.

Im Gespräch sind unter anderem Strafen für Unternehmen, die nicht offenlegen, dass jemand womöglich mehr bezahlt als andere. Die Behörde hat dazu eine Grundsatzerklärung vorgeschlagen und ruft zu öffentlichen Stellungnahmen auf. Dass personalisierte Preise in einzelnen Branchen längst verbreitet sind, räumt sie darin ein. Ihr Vorsitzender begründet den Schritt damit, dass immer neue Branchen die Kundschaft verfolgen, um Preise einzeln zu setzen – im Detailhandel etwa erwarteten Kundinnen und Kunden, dass der angeschriebene Preis für alle derselbe ist.

Widerspruch kommt von jenen, die einen gegenteiligen Effekt befürchten: Rabatte, auf die manche angewiesen sind, könnten wegfallen, oder die Preise könnten insgesamt steigen. Das ist eine Befürchtung, kein Befund.

Für die Region

Für ein Geschäft hier ist der Fall vor allem eine Frage der Erwartung: Wer einen Preis anschreibt, wird daran gemessen, dass er für alle gilt.

Erschienen in der Ausgabe vom Samstag, 22. August 2026.