Die Programmiersprache Mojo ist quelloffen. Compiler und Werkzeugkette stehen nun unter der Apache-2-Lizenz. Angekündigt hatten die Entwickler diesen Schritt im Mai 2023; die Version 1.0 erschien in der vergangenen Woche.
Der ursprüngliche Plan war ein anderer. Mojo sollte eine Obermenge von Python werden, damit sich bestehender Python-Code für den Aufbau des eigenen Ökosystems nutzen lässt. Etwa im August 2025 rückten die Entwickler davon ab: Es sei in Ordnung, wenn daraus keine vollständige Obermenge werde. Sie verweisen dabei auf Werkzeuge mit KI-Unterstützung, die beim Umschreiben von Python nach Mojo helfen sollen – wie gut das bei grösseren Beständen gelingt, belegt der Hinweis nicht.
Heute ist Mojo eine eigene Sprache. Die Syntax lehnt sich an Python an, vollständig kompatibel ist sie nicht; der Zuschnitt gilt der Programmierung von Grafikprozessoren. Was die Lizenz zusichert, lässt sich nachlesen – wie gross die Gemeinschaft dahinter ist, sagt sie nicht.
Für die Region
Für ein KMU in der Region heisst der Schritt vor allem eines: Compiler und Werkzeugkette lassen sich prüfen und ohne Rückfrage einsetzen – den Aufwand für den Umstieg von bestehendem Python-Code nimmt die Lizenz niemandem ab.
